Vila da Praia im Azoren-Lexikon

Die Stadt Vila da Praia liegt auf der Insel Graciose, die bezaubernd wirkt. Die erste Besiedlung dieser eher sehr flachen Insel, fand im 15. Jahrhundert statt. Windmühlen, die an eine flämische Epoche erinnern, zieren die Landschaft. Früher, war Graciose die Kornkammer der Azoren, heute wird überwiegend Milch und Wein produziert.

Viele kleine Ortschaften verteilen sich auf der ganzen Insel. Ein größerer Ort Praia, mit rund 900 Einwohnern, liegt an der Ostküste. Wie der Ortsname schon sagt, findet man hier einen wunderschönen weißen Sandstrand. Durch ein massives Tor der großen Kaimauer, bahnt sich ein Weg zum Strand. Vom Strand aus kann man das Hafenleben live erleben und den Leuchtturm sehen, der auf einer neuen Hafenmauer steht. Dieser Hafen kann auch in nächster Zeit von Yachten angelaufen werden. In dem südlich gelegenen Ort, Fonte da Areia findet man einen zweiten Sandstrand.

Die Kirche, Igreja de Sao Mateus, aus dem 16. Jahrhundert steht im Zentrum von Praia. Im inneren der Kirche befinden sich ein sehr schöner, gestalteter Altar, eine sehenswerte Orgel und viele Bilder flämischen Ursprungs. Etwas weiter in der Docaria Queijadas da Gracios, bei den Windmühlen, bekommt man die Inselspezialität, einen Kuchen der nur hier hergestellt wird. Auch andere Lebensmittel sind hier in Geschäften erhältlich. Alte Brennöfen zeugen noch aus der Vergangenheit und dem damaligen Inselleben. Hier liegt auch rund 1500 Meter entfernt, eine kleinere Insel, ein Naturschutzgebiet für Vögel.

Eine Besonderheit auf Graciose, ist die sehenswerte 80 Meter tiefe Schwefelgrotte Furna do Enxofre, mit einem Schwefelsee. Man erreicht sie über eine kleine Wendeltreppe, die zum Vulkanschlot führt. Auch die etwas südlich gelegene, 100 Jahre alte Therme, von Carapacho lädt zu einem Besuch ein. Eine heilende Wirkung, von Rheuma- und Hautkrankheiten wird durch das mineralhaltige Wasser erreicht.

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Text (c) 2017: C. H.

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